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Was ist Reiki

Das ursprünglich aus Japan stammende Reiki ist eine inzwischen häufige Form des Handauflegens.

Bei den Übungen mit Reiki wird ganzheitlich gesundheitsfördernde Lebensenergie für sich selbst genutzt und kann auch an andere übermittelt werden.

Reiki stärkt die Selbstheilungskräfte und wirkt auf körperlicher, emotionaler, wie auch auf geistiger Ebene. Dabei besticht Reiki vor allem durch seine Schlichtheit und Effektivität: Nach Teilnahme an einem Kurs von vier Abenden oder mindestens zwei Tagen kann Reiki  für sich und andere angewendet werden. Auch damit behandelte Tiere und Pflanzen können von der Lebensenergie profitieren. Reiki ist leicht zu praktizieren, erfordert keine Vorkenntnisse und ist stets verfügbar - denn seine Hände hat man immer dabei.

Der Begriff Reiki setzt sich aus den beiden japanischen Schriftzeichen REI und KI zusammen. Dabei steht REI für den allumfassenden geistigen Aspekt der Lebensenergie, und KI für die Kraft, die in jeweils individueller Ausprägung durch alle Manifestationen des Universums fließt.
ProReiki – der Berufsverband e.V. definiert den Begriff "Reiki" in seiner Berufsordnung wie folgt:  

Der Begriff Reiki – ausgesprochen "Ree Ki" - stammt aus dem Japanischen. Reiki ist ganzheitlich gesundheitsfördernde Energie aus dem Ursprung des Lebens. Jeder Mensch kann Reiki durch Aktivierung, Ausbildung und Praxis nutzen.  

Reiki kann u.a. genutzt werden für:

    Entspannung und Stressbewältigung
    Aktivierung der Selbstheilungskräfte
    Persönlichkeitsentwicklung
    Optimierung der Leistungsfähigkeit
    Ganzheitliche geistige Heilung
    Harmonische Gestaltung von Beziehungsstrukturen

Die Reiki-Geschichte


Zu Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte der japanische Gelehrte Mikao Usui diesen Weg, mit der Lebensenergie zu arbeiten und nannte es Reiki. Usui betrieb in seinen jungen Jahren umfangreiche Studien auf allen Wissensgebieten. Mit zunehmendem Alter verband er sein Wissen und seine Erfahrung mit spirituellen bzw. geistigen Formen der Heilkunst und fand schließlich den Schlüssel für die einfache Form des Handauflegens, wie sie heute weltweit als Reiki praktiziert wird.

Seine Praxis gab Mikao Usui an seine Schüler weiter, darunter auch Dr. Hayashi, ein Arzt und Marineoffizier im Ruhestand. Dieser eröffnete nach dem Tode Usuis eine Reiki-Klinik in Tokio, in der Patienten mit Reiki behandelt wurden. In den 1930er Jahren gab Dr. Hayashi sein Wissen an seine ehemalige Patientin, der auf Hawaii lebenden Hawayo Takata weiter. Über sie gelangte Reiki schließlich in den 1950er Jahren in die USA. Schüler von Hawayo Takata brachten in den 1990er Jahren Reiki verstärkt nach Europa, wo es sich vor allem in Deutschland schnell verbreitete.

Ausgehend von Mikao Usui gibt es inzwischen weltweit verschiedene Stilrichtungen und Praxisformen von Reiki.

Die Grundlagen

Jeder Mensch besitzt von Natur aus körpereigene Energien, welche mit der Reiki- Energie in Resonanz oder Dissonanz sein können. Jeder Mensch besitzt von Natur aus die Fähigkeit Reiki-Energie zu nutzen. Durch Prägungen in unserer Erziehung und modernen Lebensweise, wird diese Fähigkeit jedoch in der Regel aus dem Bewusstsein verdrängt. Die Resonanz und die Fähigkeit zur bewussten Nutzung der Energie kann in Workshops, Kursen oder Seminaren, unterstützt durch Rituale und entsprechende Übungen wieder aktiviert bzw. verstärkt  werden.

Für die Anwendung bei Klienten wirkt der Reiki-Praktizierende als Mittler für die Energie an den Reiki-Empfänger. Die eigene Kraft des Reiki-Gebers wird dabei nicht erschöpft.

Die Wirkung

Reiki wirkt auf Körper, Geist und Seele und der Mensch wird so ganzheitlich in seiner Entwicklung physischer, mentaler, seelischer und spiritueller Prozesse gefördert. Ebenso kann Reiki einfach nur zur Entspannung oder zum persönlichen Wohlbefinden, sowie zur Unterstützung von medizinischen Therapien, Behandlungen und Maßnahmen eingesetzt werden.

Reiki wirkt dabei regulierend und harmonisierend , stärkt das Immunsystem und unser Urvertrauen.

Durch Krankheit wird unser Körper in einen disharmonischen Zustand versetzt. Die Schwingungen im Körper geraten durcheinander. Legt nun jemand, der in Reiki eingeweiht ist, seine Hände auf, beginnt Reiki zu fließen. Diese besondere Heilungsschwingung sorgt dafür, den disharmonischen Zustand in eine harmonische Schwingung zurückzuführen. Je nach den besonderen Umständen geschieht dies unterschiedlich schnell bzw. mit unterschiedlichem Erfolg.

Die Vorbehalte

Klienten, die konkrete Symptome schildern und diesbezüglich behandelt werden möchten, sind aufzufordern, diese Symptome, falls noch nicht geschehen, zunächst vom Arzt oder Heilpraktiker abklären bzw. behandeln zu lassen. Die Reiki-Anwendung kann dann ggf. in Abstimmung mit Ärzten oder Therapeuten erfolgen und die medizinische Behandlung unterstützen.

Die Praxis

Reiki wird durch Handauflegen auf den bekleideten und gegebenenfalls mit einer Decke bedeckten Körper in einer bestimmten Abfolge der Handpositionen oder auch je nach Reiki-Stil intuitiv übertragen.

Die jeweilige Handposition wird einige Minuten beibehalten. Zusätzlich gibt es geistige Formen der Anwendung. Die Anwendung kann durch eine Person oder auch durch eine Gruppe erfolgen. Der freie Wille des Klienten ist oberstes Gebot. So können auf seinen Wunsch hin einzelne Handpositionen geändert, weggelassen oder länger als üblich beibehalten werden.

Die Ausbildung

Eine Reiki-Ausbildung unterteilt sich in mehrere Ausbildungsstufen (Grade) bis hin zum Meister- bzw. Lehrer-Grad, wobei eine Reiki-Lehrer-Ausbildung entweder im Meister-Grad enthalten ist oder an die Meister-Ausbildung angeschlossen werden kann.

Die Ausbildung zum Reiki-Meister bzw. Lehrer sollte außer einem Seminar einen erheblich längeren Zeitraum der Begleitung und Unterstützung des Schülers durch den Ausbilder beinhalten.  

Die vielfältigen Methoden des Usui-Systems kennen in der Regel drei Grade:

    Mit dem 1. Grad, der meist an einem 2-Tageskurs gelehrt wird, erhalten die Teilnehmer (bis zu) vier Einstimmungen/Einweihungen, üben sich in der Wahrnehmung der Reiki-Energie, lernen je nach Stil die zugehörigen Handpositionen, erfahren alles über die Geschichte des Reiki und die Praxis der fünf Reiki-Lebensregeln. Nach Abschluss des Seminars sind sie in der Lage, Reiki anzuwenden – Handauflegen genügt, und Reiki fließt.   
    Der 2. Grad bietet die Möglichkeit, die geistigen Anwendungsformen von Reiki kennenzulernen. Der mehrtägige Kurs umfasst das Erlernen von Symbolen, die zur Verstärkung des Energieflusses, zur mentalen Harmonisierung und zur Anwendung auf Distanzen befähigen.
    Mit dem 3. Grad, auch Meister-Ebene genannt, vertieft der Schüler seinen Weg mit Reiki und arbeitet dafür über einen längeren Zeitraum intensiv mit dem einweihenden Meister zusammen. Je nach Reiki-Stil kann die Ausbildung einige Monate bis zu mehreren Jahren dauern. Nach Abschluss der Meisterausbildung ist der Schüler selbst Reiki-Meister/-Lehrer und kann andere in die Reiki-Energie einweihen.
    In einigen Reiki-Stilen wird der Meistergrad und Lehrergrad getrennt voneinander unterrichtet als 3a beziehungsweise 3b Grad.

Wie lerne ich Reiki?

Wer Reiki erlernen möchte, für den stellt sich die Frage: Wie finde ich einen geeigneten Reiki-Meister/Lehrer?

Bei der Wahl des Reiki-Lehrers empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass er oder sie über eine gute Ausbildung und ausreichend Erfahrung verfügt. Vielleicht besteht die Möglichkeit, den Meister oder die Meisterin zunächst auf einem Reiki-Infoabend kennenzulernen? Oder es ergibt sich die Gelegenheit zu einem längeren Telefongespräch. Letztlich sollte die Sympathie entscheiden, wobei jedoch qualitative Aspekte nicht unter den Tisch fallen sollten. ProReiki ist hier mit einer professionellen Beratung gerne behilflich. Ein Qualifizierungsangebot wird zur Zeit von ProReiki für alle Ausbildungsgrade ausgearbeitet.

Die Kosten

Eine Ganzkörperanwendung dauert im Allgemeinen eine bis eineinhalb Stunden und kostet bei Reiki-Praktizierenden zwischen 20,- bis 80,- Euro. Es gibt deutschlandweit keine festen Vorgaben, empfohlen wird allerdings den Höchstsatz von 80,- Euro pro Std. nicht zu überschreiten.

Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Formen von Reiki, mit verschiedenen Lehrweisen und Grad-Aufteilungen. Seminarinhalte und Preise differieren untereinander, je nach Reiki-Stil bzw. der persönlichen Auffassung des Reiki-Meisters/Lehrers.
Eine Ausbildung könnte so aussehen:
1. Grad, mindestens 10 Stunden verteilt auf zwei Tage: ca 150,- bis 200,- Euro 2. Grad, mindestens 10 Stunden verteilt auf zweiTage: ca  300,- bis 600,- Euro Ausbildung zum Meister oder zum Meister und Lehrer in einem Lehrgang bzw. nacheinander in zwei Lehrgängen kosten je nach Vereinbarung und Ausbildungsumfang in der Regel mehrere tausend Euro.

Aus der Vielfalt des Angebots gilt es, das Richtige für sich herauszufinden. Dabei sollten gesunder Menschenverstand und persönliche Intuition Hand in Hand gehen.

ProReiki setzt sich für die Übernahme bzw. Bezuschussung durch die Krankenkassen unter entsprechenden Voraussetzungen ein.

Die Rechtslage

Reiki-Anwendungen können bereits nach der Ausbildung in den 1. Reiki-Grad gegeben werden, soweit der Anwender verantwortungsvoll und ethisch korrekt mit den Klienten umgeht und sich an die einschlägigen Rechtsvorschriften hält. Eine Ausbildung als Heilpraktiker, Therapeut oder in sonstigen medizinischen Fachberufen ist hilfreich, aber nicht zwingend, wenn Reiki-Anwender den vom Bundesverfassungsgericht 2004 ausdrücklich eröffneten Weg der geistig-energetischer Heilarbeit beschreiten und sich an die Vorgaben des Beschlusses (AZ: 1 BvR 784/03) halten.  

Praktizierende ohne Heilerlaubnis müssen ohne Diagnosen und unabhängig von Symptomen arbeiten. Wichtig ist u.a. weiterhin das Einverständnis des Klienten, der schriftliche Hinweis, dass der Reiki-Praktizierende, insofern er nicht Arzt oder Heilpraktiker ist, nicht über medizinische Kenntnisse verfügt und der Hinweis darauf, dass notwendige medizinische Behandlungen aufgrund der Reiki-Anwendung nicht abgebrochen oder unterlassen werden sollen.

Dennoch sei darauf hingewiesen, dass es einzelne Vorstöße von Gesundheitsämtern mit dem Ziel gegeben hat, Reiki-Praktizierenden ihre Arbeit unter Berufung auf das Heilpraktikergesetz zu untersagen. Zum Teil konnte solchen Entscheidungen auf dem Rechtsweg mit Erfolg widersprochen werden.

 ProReiki setzt sich für eine behördliche Praxis ein, den o.a. BVerfG-Beschluss hinsichtlich Reiki zu respektieren und den Praktizierenden in diesem Sinne die Inanspruchnahme des Grundrechtes der freien Berufswahl zu ermöglichen.
Stand: Juni 2012

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